Vertrauensperson für schwerbehinderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Susanne Scharlach (rechts) und Birgit Beck (links)


Aufgaben der Vertrauensperson:

1. Die Vertrauensperson hat die Eingliederung schwerbehinderter Mitarbeiter/Innen in der Dienststelle zu fördern, ihre Interessen in der Dienststelle zu vertreten und ihnen beratend zur Seite zu stehen. Sie hat vor allem
- darüber zu wachen, dass die zugunsten der schwerbehinderten Mitarbeiter/Innen in der Dienststelle geltenden Rechtsvorschriften, Dienstvereinbarungen und Verwaltungsordnungen eingehalten werden,
- Maßnahmen, die den schwerbehinderten Mitarbeiter/Innen dienen, bei den zuständigen Stellen zu beantragen,
- Anregungen und Beschwerden von schwerbehinderten Mitarbeiter/Innen entgegenzunehmen und, falls sie berechtigt erscheinen, durch Verhandlungen mit der Dienststellenleitung und Erledigung hinzuwirken, wobei sie die schwerbehinderten Mitarbeiter/Innen über den Stand und das Ergebnis der Verhandlungen zu unterrichten hat.

2. Die Vertrauensperson ist von der Dienststellenleitung in allen Angelegenheiten, die einzelne Schwerbehinderte berühren, rechtzeitig und umfassend zu unterrichten und vor einer Entscheidung zu hören; die getroffene Entscheidung ist der Vertrauensperson unverzüglich mitzuteilen.

3. Bei einem Besetzungsverfahren sind Schwerbehinderte bevorzugt einzuladen, wenn sie die fachlichen Voraussetzungen erfüllen.

Dazu auch ein Auszug aus dem Sozialgesetzbuch:

§ 82 SGB IX Besondere Pflichten der öffentlichen Arbeitgeber

Die Dienststellen der öffentlichen Arbeitgeber melden den Agenturen für Arbeit frühzeitig frei werdende und neu zu besetzende sowie neue Arbeitsplätze (§ 73). Haben schwerbehinderte Menschen sich um einen solchen Arbeitsplatz beworben oder sind sie von der Bundesagentur für Arbeit oder einem von dieser beauftragten Integrationsfachdienst vorgeschlagen worden, werden sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Eine Einladung ist entbehrlich, wenn die fachliche Eignung offensichtlich fehlt. Einer Integrationsvereinbarung nach § 83 bedarf es nicht, wenn für die Dienststellen dem § 83 entsprechende Regelungen bereits bestehen und durchgeführt werden.