PfarrPlan2024 im Bezirk Balingen ist Herausforderung und Chance

Bei ihrer Sitzung am 16.03.2018 im Weilstettener Gemeindehaus hat die Bezirkssynode des Balinger Kirchenbezirks dem Vorschlag des Pfarrplansonderausschusses mit deutlicher Mehrheit zugestimmt.

Hierzu versammelten sich über 100 Bezirkssynodale aus allen Kirchengemeinden des Dekanats, um über die anstehenden Umstrukturierungen bis zum Jahr 2024 zu entscheiden.
Nachdem die erarbeitete Vorlage des Sonderausschusses bereits in weiten Teilen beschlussreif vorlag, galt es noch über die letzten strittigen Details zu diskutieren und endgültig abzustimmen.

Dass der Kirchenbezirk in diesem Falle nicht leichtfertig entscheiden wollte und konnte, zeigt sich daran, dass für die Klärung zwei Wahldurchgänge benötigt wurden um eine rechtlich tragende Mehrheit für einen der drei Vorschläge zu erlangen.

Von den 96 anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern (Vollzahl der Mitglieder 119) haben an dem Abend 58 Mitglieder in der entscheidenden Stichwahl mit "Ja" gestimmt; Bei 10 Gegenstimmen und 2 Enthaltungen bedeutet der Beschluss nun, dass ein intensiver Beratungs- und Beteiligungsprozess im Kirchenbezirk Balingen zu Ende geht.

Der Beschluss der Kirchenbezirkssynode gilt vorbehaltlich der letztlich rechtskräftigen Zustimmung der Landessynode im Herbst dieses Jahres.

Beim alle sechs Jahre durchgeführten PfarrPlan geht es darum, die Zahl der Gemeindepfarrstellen an die erwartete Entwicklung (Gemeindeglieder, Pfarrer, Finanzlage der Landeskirche usw.) anzupassen und bestmöglich auf die Kirchenbezirke und Kirchengemeinden zu verteilen. Diese Strukturplanung kann sowohl Streichung, Schaffung oder auch prozentuale Umlegung von Pfarrstellen bedeuten; auch die Partnerschaft und Fusion von kleineren Kirchengemeinden kann die Folge sein.

Die Umbrüche solcher Umstrukturierungen müssen nicht zwangsläufig die befürchteten Abbrüche sein – sondern können auch Chance und Anbruch für ein verändertes Profil der örtlichen Kirchengemeinden bedeuten.